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Das Benediktiner-Kloster San Martín Pinario

Das ehemalige Benediktiner-Kloster San Martín Pinario ist mit seinen gut 20.000 qm eines der größten Klöster Spaniens und neben der Kathedrale das bedeutendste Bauwerk Santiagos. Seine nach Süden gerichtete Hauptfassade liegt an der Plaza de Azabachería, bzw. Plaza de la Inmaculada, gegenüber dem Nordportal des Doms. Sie ist das Werk des Bruders Gabriel de Casas und wurde nach langen Streitigkeiten mit dem Domkapitel von 1697 bis 1738 errichtet. Ihr zentrales Element ist das von vier toskanischen Säulen eingerahmte Portal mit der 1751 von Bruder Manuel de los Mártires geschaffenen Freitreppe. In der Nische über dem Tor befindet sich ein Standbild des hl. Benedikt von Nursia, dem Begründer des Benediktiner Ordens. Am höchsten Punkt der Hauptfassade und über dem königlichen Wappen sieht man eine steinerne Darstellung Sankt Martins wie er seinen Mantel mit dem Bettler teilt.

Die Fassade der Klosterkirche ist nach Osten orientiert. Ihr Bau wurde im Jahr 1590 von Mateo López begonnen und gilt als zusammenfassender Abschluß des Renaissance-Stils in Galicien und Nordportugal. Die zentrale Figur unter den Heiligendarstellungen ist die Jungfrau Maria; zur ihrer linken der hl. Benedikt von Nursia; zu ihrer rechten der hl. Anselm von Canterbury. Im Giebeldreieck ist eine weitere Darstellung des seinen Mantel teilenden Sankt Martin zu sehen. Im Jahre 1771 wurde der Architekt der Freitreppe vor dem südlichen Hauptportal, Bruder Manuel de los Mártires, mit dem Bau einer absteigenden barocken Treppe vor dem Renaissance-Portal beauftragt. Durch die Grabungen für die Treppe war das ursprüngliche Tor der Kirche nun zu hoch gelegen. So wurde ein tieferes neues Tor angelegt, dem der Bogen des alten Tors als Oberlicht dient.