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Der Rajoy-Palast

(Die Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern.)

Fassade des Rathauses von Santiago de Compostela

Wo im Westen des Doms einst die mittelalterliche Stadtmauer und das Stadtgefängnis den Platz begrenzten, ließ Erzbischof Bartolomé Rajoy y Losada im 18. Jahrhundert dieses neoklassizistische Gebäude errichten. Ihm waren mehrere Funktionen zugedacht. So sollte es sowohl als Seminar für Priester, die im Dom die Beichte abnahmen, dienen als auch den Sängern und Musikern des Chores und Teilen des Rathauses Unterkunft bieten. Der Bau wurde von Lucas Ferro Caaveiro entworfen und die Ausführung später von dem französischen Ingenieur Charles Lemaur geleitet. Zu den Schwierigkeiten während der Arbeiten zählten insbesondere der zu überwindende Höhenunterschied des Platzes und die Streitigkeiten mit den Verantwortlichen des Hostal de los Reyes Católicos. Diese bestanden darauf, den Palast wegen des Schattenwurfes, entgegen dem ursprünglichen Plan, um ein Stockwerk niedriger zu bauen. Trotz dieser Widrigkeiten wurden die Arbeiten nach etwas mehr als zehn Jahren (1766-1777) beendet.

Dreiecksgiebel mit der Schlacht von Clavijo

Im Dreiecksgiebel befindet sich eine Darstellung der Schlacht von Clavijo, in der Santiago der Legende nach den christlichen Truppen unter Ramiro I. im Kampf gegen die Mauren zu Hilfe kam und die Schlacht entschied. Direkt über dem Dreiecksgiebel wird Santiago als Reiter ("Santiago ecuestre") oder Maurentöter ("Matamoros") dargestellt. Die Skulptur kontrastiert mit der Figur des hl. Jakobus als Pilger, die sich direkt gegenüber in der Westfassade des Doms befindet.